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Mehr Management und Performance von Unified Compute Platform Hitachi sieht den RZ-Realitäten ins Auge

Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Dr. Jürgen Ehneß

Mit jetzt aktualisierten Lösungen führt Hitachi Vantara das Konzept hyperkonvergenter Infrastrukturen (HCI) anscheinend ad absurdum. Der Anbieter selbst will mit der Offerte allerdings die gewachsenen Realitäten in Rechenzentren unter einen Hut bringen und das Management deutlich vereinfachen.

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Speicher anderer Hersteller lassen sich per Virtualisierung, VSP und UCP Advisor anbinden.
Speicher anderer Hersteller lassen sich per Virtualisierung, VSP und UCP Advisor anbinden.
(Bild: © Jacky - stock.adobe.com)

Mehr Automatisierung, höhere Intelligenz und geringere Gesamtbetriebskosten für eine Vielzahl von Anwendungen verspricht Hitachi Vantara mit dem jetzt aktualisierten Angebot von Hitachi Unified Compute Platform (UCP) HC und Hitachi UCP RS (rack-scale). Nutzer sollen so verschiedenste Workloads bewältigen. Im Detail verweist der Anbieter dabei auf hybride Cloud, geschäftskritische Anwendungen wie SAP HANA, virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) sowie DevOps.

Dafür erhalten die UCP-Lösungen nun leistungsfähigere Prozessoren sowie Managementfunktionen für Tag 0-2. Hierzu zähle ein verbessertes Lifecycle-Management: Das erlaube unterbrechungsfreie Upgrades für den gesamten HCI-Stack, einschließlich IP- und SAN-Netzwerk-Switches.

Hyperkonvergenz vs. Bestandssysteme

Die modernisierten HCI-Lösungen sollen eine nahtlose Interoperabilität zwischen Kundenumgebungen mit traditionellem Speicher, Hybrid Clouds und Public Clouds herstellen. Und genau das könnte auf den ersten Blick verwundern. Schließlich zeichnen sich hyperkonvergente Infrastrukturen gerade dadurch aus, dass sie Speicher und Netzwerk weitestgehend in Appliances vereinen – damit also linear skalierende und pflegeleichte Architekturen für Rechenzentren bereitstellen.

Soviel zum Idealbild. Erhöht es dann aber nicht gerade die Komplexität, wenn traditionelle Speicher angebunden werden? Die Tochter der Hitachi Ltd. verneint. In der Realität sei der Status quo von Rechenzentren nämlich bereits so komplex, dass es kein Entweder-oder verschiedener Ansätze gebe, sondern vielmehr ein heterogenes Miteinander. Und daran werde sich so schnell auch nichts ändern – verdeutlicht Colin Gallagher im Gespräch mit uns.

Um das zu illustrieren, blickt der VP Product Marketing bei Hitachi Vantara auf einen Zeitraum von 15 Jahren zurück. Aus diesem könne man sich beliebige Entwicklungen im Rechenzentrum herauspicken. Egal, wie euphorisch als nächste große Revolution im Datacenter implementiert, hätten sie Legacy-Systeme nicht verdrängen können. Denn die würden weiter unterstützt und betrieben, etwa für den Betrieb kritischer Anwendungen. Das beinahe klassische Beispiel hierfür lässt auch Gallagher nicht aus: So verrichteten nämlich selbst die totgesagten Mainframes oftmals noch immer ihren Dienst in der Praxis.

Und genau auf jene komplexen Realitäten wolle man mit dem nun erweiterten Portfolio für Hyperconverged Infrastructures eingehen, das heißt: bestehende Infrastruktursilos aufbrechen und diese in ein nahtloses, skalierbares und vereinfachtes Edge-to-Core-to-Cloud-Management überführen. Ein zentraler Anlaufpunkt für Orchestrierung und Verwaltung solle dabei auch Betriebsabläufe vereinheitlichen und bedeute für IT-Verantwortliche weniger Einarbeitungszeit.

Drittanbieter nur zweite Wahl

Im Blick hat Hitachi dabei primär die eigenen Storage-Systeme. Allerdings biete man auch Referenzarchitekturen an, bei denen Cisco-Komponenten integriert würden. Weitere Systeme von Drittanbietern könne man per Virtualisierung anbinden. Voraussetzung hierfür sei eines von Hitachis VSP-Systemen (Hitachi Virtual Storage Platform Family), eingebunden in eine Domain der Verwaltungs- und Orchestrierungs-Software UCP Advisor Domain (UCP = Unified Compute Platform).

Das UCP-Update in Stichpunkten

Neben Management und Leistung der UCP-Systeme bewirbt Hitachi flexible Beschaffungsoptionen für Anwender. Vertriebspartner unterstütze man derweil mit Bundles und Referenzarchitekturen. Folgende Punkte hebt der Anbieter dabei prominent hervor:

  • Einheitliches Cloud-Management: Kunden könnten flexibel eine Cloud-Infrastruktur mit nahtloser Arbeitslast- und Datenmobilität in lokalen und öffentlichen Cloud-Umgebungen aufbauen. Der Hitachi UCP Advisor arbeite bei der Bereitstellung im Vergleich zu früheren HCI-Verwaltungs-Tools um bis zu 80 Prozent schneller und reduziere die Verwaltungskomplexität in der gesamten Umgebung.
  • Skalierbare Leistung: Höhere Leistung, Skalierbarkeit und Dichte unterstützten IT-Abteilungen dabei, Rechenzentrumsressourcen für geschäftskritische Anwendungen schneller zu skalieren und die Kosten für den betrieblichen Overhead zu senken. Die modernisierten HCI-Plattformen böten dazu zertifizierte Unterstützung für SAP HANA-Workloads auf HCI. Intel Cascade Lake Refresh Xeon-Prozessoren sollten mehr Leistung für die Konsolidierung von Workloads liefern und gleichzeitig Probleme mit Ressourcenkonflikten vermeiden. Fortschrittliche Automatisierungs- und Dateneffizienztechnologien sollten CapEx- und OpEx-Overhead reduzieren.
  • Vereinfachter Verbrauch: Mit EverFlex verspricht Hitachi Vantara einfache, flexible und umfassende Beschaffungsoptionen für das gesamte Hitachi-Vantara-Portfolio, einschließlich der UCP-Familie. Verbrauchsabhängige Preismodelle sollten die IT-Ausgaben mit der geschäftlichen Nutzung in Einklang bringen und Kosten durch „Pay-as-you-go“ bis zu 20 Prozent senken. Darüber hinaus könnten Kunden mit vorab validierten und optimierten Bundles und Starter-Packs, einschließlich Lösungen für Remote-Arbeit, die Zeit bis zum Einsatz verkürzen.
  • Vereinfachter Vertrieb über Partner: Mit einem Wachstum von 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr habe sich die HCI-Lösung von Hitachi Vantara im Markt bewährt. Bundles und vorab validierte Referenzarchitekturen von Hitachi Vantara vereinfachten den Partnervertrieb. Angebote und Aufträge könnten schneller ausgeführt werden, was Umsatz und Gewinn maximiere und gleichzeitig fehlerfreie Implementierungen ermögliche. Darüber hinaus bietet Hitachi Vantara anpassbare Services für Cross- und Up-Selling mit weiteren bewährten Produkten aus dem IT-Portfolio von Hitachi.

Lee Caswell, Vice President of Marketing, Cloud Platform Business Unit bei VMware, kommentiert: „Unsere langjährige Zusammenarbeit mit Hitachi Vantara hat Kunden dabei geholfen, ihre Rechenzentren zu modernisieren, angefangen bei der Bereitstellung einer sicheren, skalierbaren und konformen digitalen Workspace-Infrastruktur bis hin zu einer dichten, hochleistungsfähigen hyperkonvergenten Infrastruktur, die geschäftskritische Anwendungen wie SAP HANA unterstützt [...]. Die aktualisierten Hyperconverged-Lösungen von Hitachi Vantara bieten zuverlässiges Lifecycle-Management, richtlinienbasierte Automatisierung und eine konsistente Erfahrung im gesamten Software-Defined Data Center.“

Verfügbarkeit

Die Hitachi Unified Compute Platform HC und die Hitachi Unified Compute Platform RS sind ab sofort bei Hitachi Vantara und seinem globalen Partnernetzwerk erhältlich.

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