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Kostenlose Cloud-Ressourcen von IBM nutzen IBM Cloud Free Tier – Speicher, Cluster und Datenbanken

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Elke Witmer-Goßner

IBM bietet in seiner Cloud-Plattform kostenlose Ressourcen und Kontingente an, die sich auch ohne das Hinterlegen von Kreditkarten nutzen lassen. Neben Object Storage stehen auch Cloud-Speicher und weitere Dienste kostenlos bereit.

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IBM Cloud bietet ein umfangreiches, kostenloses Nutzungskontingent für verschiedene Services an.
IBM Cloud bietet ein umfangreiches, kostenloses Nutzungskontingent für verschiedene Services an.
(Bild: © Funtap - stock.adobe.com)

IBM Cloud Free Tier kann über ein kostenloses IBM-Lite-Konto genutzt werden. Ein Lite-Konto läuft nicht ab und benötigt auch nicht das Hinterlegen einer Kreditkarte. Das Anlegen eines Kontos dauert nur wenige Sekunden, und im Vergleich mit den kostenlosen Kontingenten in Microsoft Azure, Amazon AWS, Google Cloud Platform und Oracle Cloud, ist der erste Zugriff wesentlich einfacher. Nach ein bis zwei Minuten steht bereits die Verwaltungskonsole zur Verfügung.

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Mit dem Lite-Konto können 40 Dienste in der IBM Cloud kostenlos genutzt werden, natürlich eingeschränkt. Beispiele dafür sind 1 GB Datenspeicher, 100 MB bis 200 MB Speicher für die Datenbank Db2 in der Cloud oder 5 GB Datenspeicher in einer eigenen Container-Registry. Interessant ist das für Testzwecke oder zum Einstieg für Cloud-Lösungen, aber auch für Entwickler und Administratoren, die für bestimmte Zwecke kein umfängliches Konto benötigen. Wer mehr Funktionen benötigt, kann sein kostenloses Konto natürlich kostenpflichtig aufwerten.

Einstieg in die IBM Cloud

Um die kostenlosen Ressourcen in der IBM Cloud zu nutzen, muss zunächst ein kostenloses Lite-Konto erstellt werden. Der Vorgang dauert wenige Sekunden und erfordert zunächst nur eine Mail-Adresse, einen Namen und das Land, in dem das Konto erstellt wurde. Nach dem Anlegen des Kontos kann bereits die Verwaltungskonsole der IBM Cloud geöffnet werden. Die URL dazu lautet https://cloud.ibm.com. In der Konsole werden die Ressourcen erstellt, wie bei anderen Cloud-Anbietern auch – über die Schaltfläche „Ressource erstellen“. Auf der linken Seite sind die Ressourcen zu finden. Durch Auswahl von „Katalog“ werden die wichtigsten Ressourcen angezeigt.

Durch die Auswahl von „Services“ werden alle zur Verfügung stehenden Optionen in der IBM Cloud angezeigt. Um sich nur die kostenlosen Services anzeigen zu lassen, stehen die Optionen „Lite“ und „Kostenfrei“ bei „Preisstrukturplan“ auf der linken Seite zur Verfügung. Über die Auswahl bei „Kategorie“ kann weiter gefiltert werden, sodass in der Mitte des Bildschirms nur die Dienste zu sehen sind, aus denen eine Ressource erstellt werden kann.

Kostenlose Datenbanken in der Cloud

Bei der Auswahl von „Datenbanken“ bei „Kategorien“ sowie „Lite“ und „Kostenfrei“ bei „Preisstrukturplan“ zeigt die Konsole die Datenbankressourcen an, die kostenlos in der IBM Cloud erstellt werden können. Die bekanntesten sind Cloudant, DBS und ElephantSQL. Bei Cloudant handelt es sich um eine kostenlose Dokumentendatenbank in der IBM Cloud. Db2 ist die bekannte relationale Datenbank von IBM, die in der IBM Cloud als verwalteter Cloud-Dienst zur Verfügung steht, ähnlich wie die wichtigsten Mitbewerber Microsoft mit Azure SQL und Oracle mit seiner Datenbank. Bei ElephantSQL handelt es sich um die PostgreSQL-Datenbank in der IBM Cloud.

Bei der Auswahl der entsprechenden Ressource, zum Beispiel von Db2, kann diese auf einer neuen Seite konfiguriert werden. Erfreulich ist hier, dass in der Konsole zu sehen ist, welche Einschränkungen die kostenlose Version hat und welche Optionen die weiterführenden und kostenpflichtigen Versionen der Ressource bieten. Auch die Preise sind auf der Seite zu erkennen. Auf der Registerkarte „Informationen“ sind darüber hinaus weitere Daten zu den Funktionen der Ressource zu sehen. Auch die Standorte und Links zur Dokumentation sind hier zu finden.

Über die Schaltfläche „Erstellen“ wird die Ressource schließlich erstellt, und es öffnet sich eine neue Seite mit einer Einführung zur Ressource. Hier sind wichtige Informationen zu finden, weiterführende Links, Downloads und teilweise Lernvideos. Um die Ressource zu konfigurieren, wird auf „Verwalten“ geklickt. Hier stehen alle Befehle und Tools zur Verfügung, mit denen die Ressource gesteuert wird. Am Beispiel von Db2 wird mit „Open Console“ die Verwaltungskonsole von IBM Db2 in der Cloud gestartet.

Auf der Seite „Verwalten“ einer Ressource steht rechts oben der Menüpunkt „Aktionen“ zur Verfügung. Hier können Ressourcen zum Beispiel umbenannt oder gelöscht werden. Außerdem kann hierüber direkt die Dokumentation aufgerufen werden. Mit der Schaltfläche „Ressourcenliste“ wird zurück in den Hauptbereich der Konsole gewechselt. Hier sind alle Ressourcen des Kontos zu sehen und hier können auch weitere Ressourcen erstellt werden.

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KI und Machine Learning in der IBM Cloud nutzen

Mit dem Dienst „Watson Machine Learning“ steht in der IBM Cloud auch ein KI-Dienst kostenlos zur Verfügung, der natürlich ebenfalls zu einem kostenpflichtigen Plan heraufgestuft werden kann. Die Vorgehensweise zur Erstellung einer Watson-Machine-Learning-Ressource entspricht der beim Anlegen einer neuen Datenbank oder von anderen Ressourcen in der IBM Cloud. Auch hier stehen nach der Erstellung die Verwaltungswerkzeuge zur Verfügung; am Beispiel von Watson Machine Learning erfolgt die Verwaltung mit „Access in Watson Studio“.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist