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Edge-to-Core-to-Cloud NetBackup 8.3 – Veritas vereinheitlicht Datensicherung

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Dr. Jürgen Ehneß

Veritas hat seine skalierbare Enterprise Data Services Platform (EDSP) speziell für die Cloud und um Ransomware-Schutz erweitert. Storage-Insider sprach mit Sascha Oehl, Director Technical Sales DACH bei Veritas, über die Beweggründe.

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Im Zentrum von NetBackup 8.3 steht die Datensicherung in der Cloud.
Im Zentrum von NetBackup 8.3 steht die Datensicherung in der Cloud.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Veritas hat seine Enterprise Data Services Platform (EDSP) erweitert. Das Release 8.3 von NetBackup, dem Kernstück der EDSP, wurde um die Veritas Resiliency Platform (VRP) und CloudPoint ergänzt. Unternehmen können damit laut Sascha Oehl, Director Technical Sales DACH bei Veritas, vier Herausforderungen besser meistern:

  • 1. Workloads,
  • 2. Clouds,
  • 3. Komplexität und
  • 4. Security und Compliance.

Workloads

NetBackup 8.3 beschleunigt nach Unternehmensangaben das Finden von Daten in VMware vCenter und vCloud um das Fünfzigfache (!). Die dynamische NAS-Sicherung sei nun durch das automatische Erkennen von Ressourcen und Load-Balancing um ein Viertel schneller. Zudem könnten Informationen überall auf jedes NetBackup-Ziel wiederhergestellt werden. Eine Herstellerbindung besteht nicht, so Oehl. Die Applikationen Microsoft SQL, Oracle und Oracle Real Application Cluster (RAC) lassen sich nun automatisch und skalierbar erkennen, sichern und wiederherstellen.

Sascha Oehl, Director Technical Sales DACH bei Veritas.
Sascha Oehl, Director Technical Sales DACH bei Veritas.
(Bild: (c) www.MarcFippel.de)

Cloud

Public Clouds werden immer häufiger von Unternehmen aller Art eingesetzt. Durch die Integration von CloudPoint in NetBackup 8.3 lassen sich Daten auf Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud sichern. Die Anwender können dank der Veritas Resiliency Platform in NetBackup 8.3 Daten im Notfall auf Knopfdruck von der Cloud an jedem beliebigen Ort wiederherstellen, inklusive Azure-zu-Azure-Stock und Azure-Region-zu-Region. Generell seien Daten und Workloads in hybriden und Multi-Clouds einfach portierbar, so Oehl, sowohl in die Cloud als auch zwischen verschiedenen Cloud-Storage-Ebenen. Zusätzliche Management-Tools seien unnötig.

Komplexität

Der Fachkräftemangel in der IT ist ein weltweites Phänomen. Anbieter versuchen, dem durch eine Vereinfachung ihrer Systeme zu begegnen. Außerdem wollen sie die Komplexität der IT-Infrastruktur durch Automatismen abstrahieren. Die CloudCatalyst-Funktion in NetBackup ermöglicht nun etwa das Storage-Tiering direkt in die Cloud. Das resultiere in einer größeren Speichereffizienz, einer Reduktion des Bandbreitenbedarfs und weniger Infrastrukturkosten. Unternehmen können Daten von einem einzigen Knoten aus in mehreren Buckets, Storage-Tiers und Cloud-Umgebungen verwalten.

Mit dem weiteren Tool Veritas APTARE IT Analytics, das mit NetBackup 8.3 interagiert, können sich Unternehmen Reportings, sämtliche Workloads, Richtlinien und die Speicherinfrastruktur anzeigen lassen. Zusätzlich wertet APTARE Trends aus.

Security und Compliance

Über die Schnittstelle NetBackup OpenStorage Technology (OST) sind NetBackup-Appliances und herstellerunabhängiger Immutable Storage angekoppelt. So soll mehr Schutz vor Ransomware-Attacken gewährleistet sein. Auch Electronic-Key-Management-Systeme (EKMS) von Drittherstellern und eine 2.048-Bit-Verschlüsselung lassen sich nun integrieren. Zudem wurde laut Oehl die rollenbasierte Zugriffskontrolle erweitert, damit Administratoren einfacher mehr Rollen definieren und verwalten können.

Wiederherstellung

Über diese vier Hauptfelder hinaus habe Veritas aber die eigentliche Aufgabe der EDSP nicht vergessen: Das Recovery erfolge mit der Version 8.3 von NetBackup deutlich schneller. Virtuelle Maschinen lassen sich laut Oehl noch granularer und eben schneller wiederherstellen, da die Recovery Point Objective (RPO) und Recovery Time Objective (RTO) aufgrund von kontinuierlicher Datensicherung bei fast null lägen. Die Wiederherstellung der Daten werde nun in einem abgestimmten automatischen Prozess regelmäßig getestet, ohne den Normalbetrieb zu stören.

Risikominderung für Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen

„Mit den Innovationen in NetBackup 8.3 können Unternehmen das Risiko und die Folgen von Systemausfällen in ihrer Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebung stark eindämmen, indem sie isolierte Workload-spezifische Punktprodukte ablösen und alle Aufgaben für Datensicherung auf der Plattform von Veritas zusammenführen“, sagt Oehl.

Veritas-Kunden können ihre Daten nun an jeder Stelle ihrer IT-Umgebung sichern und hochverfügbar halten – von lokal physischen oder virtuellen Servern bis hin zur Cloud und Containern. Denn die IT-Landschaft von Unternehmen wird immer komplexer, da sie mehr Anwendungen, Workloads und Daten aufnimmt sowie neue Clouds unterstützt und damit einer größeren Anzahl an Bedrohungen ausgesetzt ist.

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Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

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Journalist