Datenbankumstieg, Teil 1: Kosten senken und digitale Souveränität stärken PostgreSQL löst proprietäre Datenbanken ab
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Behörden und Unternehmen ersetzen proprietäre Datenbanken zunehmend durch PostgreSQL. Der Umstieg spart Lizenzkosten und verringert die Abhängigkeit von US-amerikanischen Anbietern. Funktionen für KI-Workloads und Hochverfügbarkeit sowie erprobte Migrationswerkzeuge erleichtern den Wechsel.
Der Umstieg auf PostgreSQL hat eine politische und eine technische Seite, und beide sind derzeit in Bewegung. Die EU-Kommission hat am 3. Juni 2026 das „European Technological Sovereignty Package“ samt einer eigenen Open-Source-Strategie vorgelegt und beziffert die Abhängigkeit Europas von Nicht-EU-Anbietern bei digitalen Produkten, Diensten und Infrastrukturen auf über 80 Prozent.
Der Wert erklärt den politischen Druck, denn er umfasst auch die Datenhaltung, also die Schicht mit der längsten Bindungswirkung an einen Hersteller. Auf der technischen Seite liefert das PostgreSQL-Projekt in hoher Taktung. Die aktuelle Hauptversion PostgreSQL 18 ist seit dem 25. September 2025 verfügbar, PostgreSQL 19 liegt seit dem 4. Juni 2026 als Beta 1 vor und soll um September 2026 final erscheinen. Die Datenbank steht unter einer permissiven, gebührenfreien Lizenz und läuft im eigenen Rechenzentrum ebenso wie als Managed Service bei allen großen Cloud-Anbietern.
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