Dell Technologies PowerStore 500 Speicher-Array für den Enterprise-Einstiegsmarkt

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Dr. Jürgen Ehneß

Mit dem Modell PowerStore 500 Einstieg will Dell Technologies künftigen Kunden den Einstieg ins Enterprise-Storage ermöglichen. Die Storage-Appliance erreicht eine effektive Kapazität von bis zu 1,2 Petabyte. In einem Vier-Node-Cluster können 4,8 PB an Speicherkapazität aufgenommen werden und bei einem gemischten PowerStore-Cluster bis zu 9,8 PB. Einsatzumgebungen sind laut Dell „alle Anwendungen und Industriebereiche, die eine Kombination aus gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, hoher Performance, kompaktem Design und hohem Automatisierungsgrad benötigen“.

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Mit dem PowerStore 500 adressiert Dell den Enterprise-Einstiegsmarkt. Unterstützt wird die Leistungsfähigkeit des Arrays durch das neue PowerStoreOS 2.0, das unter anderem auch die Rechenleistung speicherintensiver Anwendungen wie von IoT-Apps steigern soll.
Mit dem PowerStore 500 adressiert Dell den Enterprise-Einstiegsmarkt. Unterstützt wird die Leistungsfähigkeit des Arrays durch das neue PowerStoreOS 2.0, das unter anderem auch die Rechenleistung speicherintensiver Anwendungen wie von IoT-Apps steigern soll.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Das Array Dell PowerStore 500 im kompakten 2U-Format soll in der Lage sein, auch anspruchsvolle Unternehmens-Workloads zu bewältigen, so etwa bis zu 2,4 Millionen SQL-Transaktionen pro Minute und 1.500 VDI-Desktops pro Appliance. Diese Leistung lässt sich durch Scale-Out linear ausbauen. Möglich wird dies nicht nur durch die neue Version 2.0 der PowerStore-Software PowerStoreOS, sondern auch durch eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit. Mit diesem Update unterstützt die Appliance durch NVMe over Fibre Channel (NVMe-FC) die Anbindung nichtflüchtigen Massenspeichers an Server im Netzwerk über das NVMe-Protokoll – ohne zusätzliche Hardware. Auch der Datendurchsatz soll davon profitieren und bis zu 25 Prozent mehr IOPS bieten.

Kunden können mehrere PowerStore-500-Appliances zu einem Cluster von maximal 4,8 Petabyte verbinden, der sich als Gesamtinstanz über integrierte Automatisierungs- und Datenmobilitätsfunktionen leicht verwalten lassen soll. Bei umfangreicheren Konfigurationen können Kunden die PowerStore-Modelle auch mischen und aufeinander abstimmen, um die Skalierung an veränderte IT-Anforderungen anzupassen, indem sie eine Kapazität von 9,6 PB erzielen.

Mit PowerStore „Metro Nodes“ wird die Replikation und Spiegelung realisiert, die einen nahtlosen Failover zwischen Rechenzentren erlaubt. In manchen Branchen wie etwa dem Finanzsektor ist eine solche Node-Spiegelung gesetzlich vorgeschrieben.

Virtualisierung

PowerStore ist laut Dell das branchenweit einzige Speicher-Array mit integriertem VMware ESXi Hypervisor, so dass neben klassischen Block- und File-Storage-Protokollen wie SMB und NFS auch VMware-vSphere-Virtual-Volumes und -VMs nativ unterstützt werden.

Die Scale-Out- und Appliance-Clustering-Erweiterungen in dem neuen PowerStoreOS 2.0 sollen zusätzliche Rechenleistung und Mobilität für virtualisierte, speicherintensive Anwendungen wie beispielsweise IoT-Apps bieten. Durch Scale-Out können nun mehrere unterschiedliche PowerStore-Modell-X-Appliances in einem Cluster betrieben werden, um mehr Prozessorleistung und Speicherkapazitäten für speicherhungrige Applikationen und VMs bereitzustellen.

„Die Scale-Up-Option um weitere Expansion Shelfs für eine einzelne PowerStore-500T-Appliance ist in Vorbereitung“, kündigt Christian Winterfeldt, Director Sales, Modern Datacenter bei Dell Technologies, an. „Die funktionalen Erweiterungen in PowerStoreOS 2.0 stehen Unternehmen sowohl auf neuen als auch auf bereits eingesetzten PowerStore-Appliances zur Verfügung – ohne Zusatzkosten oder Unterbrechungen im Betrieb.“ Offenbar sollen die Dell-Unternehmenskunden neue Möglichkeiten für Kosteneinsparungen erhalten.

Datenreduktion

PowerStoreOS 2.0 vereinfacht mit seiner Datenreduktionrate von 4:1 (aus Deduplikation und Kompression) das Management großer Datenmengen. Diese intelligente Datenreduktionsfunktion des Arrays laufe ständig, ohne die Leistung des Systems zu beeinträchtigen. Das Ergebnis der Reduktion sei die „effektive“ Speicherkapazität. Diese Reduktionsrate werde von Dell für den Zeitraum der Wartung garantiert, die bei der initialen Beschaffung mit abgeschlossen wurde, so etwa über fünf Jahre.

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Die Dynamic Resiliency Engine (DRE) soll Kunden helfen, die Leistung des Systems aufrechtzuerhalten, und schützt laut Dell durch Dual-Parity-Fähigkeit gleichzeitig vor Dual Drive Failures, die zum Datenverlust führen können. „DRE bietet zudem bis zu 98 Prozent weniger Verwaltungsaufwand im Vergleich zu herkömmlichen RAID-Konfigurationen“, so Winterfeldt.

PowerStore nutzt Storage Class Memory (SCM) als persistenten Speicher und unterscheidet innerhalb des Systems zwischen SCM- und Standard-NVMe-Laufwerken. Durch das neue Metadaten-Tiering wird der Metadatenzugriff mit SCM-Laufwerken optimiert und man erreicht eine bis zu 15 Prozent bessere Workload-Latenz – bei einer Investition, die nach Dell-Angaben lediglich ein einzelnes Intel-Optane-SCM-Laufwerk umfasst. Preise werden erst am 10. Juni verlautbart.

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CloudIQ

Die seit 2018 mit einem Dell EMC Supportvertrag verfügbare Speicherüberwachungs- und Analysesoftware Dell EMC CloudIQ ergänzt die Automatisierungsfunktionen von PowerStore. Sie führt künstliche und menschliche Intelligenz zusammen, um Einblicke in Leistung, Kapazität und Zustand des Systems in Echtzeit zu liefern. Neben „proaktiver“ Überwachung soll CloudIQ laut Winterfeldt auch in der Lage sein, Vorschläge zur Optimierung der Konfiguration anzubieten. In einer Auswahlliste klickt der Nutzer die erlaubten oder gewünschten Maßnahmen an, die dann von der Software automatisch ausgeführt werden. Ein Dell-Blogger nannte CloudIQ das „Fitnessarmband des Systems“. Und natürlich kann man die App auch auf seinem Mobiltelefon mitnehmen.

Support

PowerStore 500 ist über das verbrauchsabhängige Bezahlmodell Flex On Demand verfügbar. So können Kunden die benötigte Technologie auch auf Basis nutzungsabhängiger Zahlungen erwerben.

PowerStore 500 ist Teil des Dell-EMC-Future-Proof-Programms und damit qualifiziert für „Anytime Upgrade“, ein Prepaid-Controller-Upgrade-Programm. Das Programm soll Data-in-Place-Aktualisierungen ermöglichen und so die getätigten Investitionen schützen.

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