Definition

Was ist Google One?

| Autor / Redakteur: Tina Billo / Rainer Graefen

Google One kommt: Google stellt die bislang unter Google Drive angebotenen bezahlpflichten Speicherabonnements auf einen neuen zentralen Dienst um, der neben einer überarbeiteten Tarifstruktur auch verschiedene Extras bieten soll.
Google One kommt: Google stellt die bislang unter Google Drive angebotenen bezahlpflichten Speicherabonnements auf einen neuen zentralen Dienst um, der neben einer überarbeiteten Tarifstruktur auch verschiedene Extras bieten soll. (Bild: © Google LLC 2018)

Der Internet-Riese Google vermarktet die kostenpflichtigen Google Drive-Tarife künftig unter dem Namen Google One. Zu den Neuerungen zählen mehr Speicherplatz für teilweise weniger Geld, ein eigener Kunden-Support, eine Familien-Funktion und vergünstigte Angebote für andere Google-Dienste. Auf die Extras lässt sich über die eigens hierfür entwickelte gleichnamige App zugreifen.

Überraschend kündigte Google Mitte Mai mit Google One eine Neuauflage seines Cloud-Dienstes Google Drive an. Das neue Angebot zielt ausschließlich auf zahlende Abonnement-Kunden, die zu den gratis bereitstehenden 15 Gigabyte weiteren Speicherplatz hinzubuchen.

Die neue Plattform fasst verschiedene bislang getrennte Google-Dienste, darunter Drive, Fotos oder Gmail zentral zusammen, darüber hinaus lässt sich das verfügbare Speicherkontingent nunmehr mit fünf Familienmitgliedern teilen.

Wie viel Kapazität die Inhalte jeweils belegen, einschließlich einer Aufschlüsselung, wie sich das in Anspruch genommene Volumen auf die verschiedenen Teilnehmer aufteilt, lässt sich über die Google One App einsehen.

Eigener Support

Die Anwendung kommt mit weiteren Features, so lässt sich beispielsweise bei Fragen oder Problemen per Tastendruck rund um die Uhr direkt per Chat, E-Mail oder Anruf, Kontakt mit einem Google-Mitarbeiter aufnehmen.

Damit bietet das Unternehmen erstmals einen eigens für Privatkunden aufgesetzten Support an - ein Novum, da diese Option bisher lediglich Geschäftskunden mit G Suite-Accounts offen stand.

Erste Screenshots der bereits in Play Store gelisteten Google One-App geben Hinweise auf den Funktionsumfang. Dieser umfasst neben der Speicherplatzverwaltung, die Möglichkeit das Kontingent unter Familienmitgliedern aufzuteilen, mit einem Support-Mitarbeiter von Google Kontakt aufzunehmen sowie Extras in Form von Vergünstigungen zu erlangen.
Erste Screenshots der bereits in Play Store gelisteten Google One-App geben Hinweise auf den Funktionsumfang. Dieser umfasst neben der Speicherplatzverwaltung, die Möglichkeit das Kontingent unter Familienmitgliedern aufzuteilen, mit einem Support-Mitarbeiter von Google Kontakt aufzunehmen sowie Extras in Form von Vergünstigungen zu erlangen. (Bild: © Google Play Store)

Vergünstigungen inklusive

Einen Anreiz, sich für den Google One Cloud-Speicher zu entscheiden, soll zudem eine Art Bonusprogramm schaffen. Derzeit ist allerdings noch nicht klar, wie dieses im Einzelnen aussehen wird.

Erste Screenshots der Google One-App verraten jedoch, dass bei der Inanspruchnahme anderer Google-eigener Dienste Vergünstigungen eingeräumt werden. Hierzu zählen unter anderem Play Store-Gutschriften oder aber bei per Google-Suche gefundenen Hotels, bis zu 40 Prozent Rabatt auf den Buchungspreis.

Überarbeitete Tarifstruktur

Neben dem Basisangebot, dass weiterhin frei bleibt, bietet Google neben den gewohnten 100 Gigabyte (GB), 2, 10, 30 oder 100 Terabyte- (TB) Abonnements jetzt ein 200 GB-Paket an, dass 2,99 US-Dollar pro Monat kosten soll.

Darüber hinaus entfällt der bisher mit 9,99 US-Dollar zu Buche schlagende 1 TB-Plan. Anstelle dessen wird es für den gleichen Preis das Doppelte an Speicherplatz geben, Bestandskunden werden automatisch auf die 2 TB-Variante hochgestuft.

Die monatlichen Gebühren für die anderen Angebote bleiben weitestgehend bestehen – 100 GB gibt es nach wie vor für 1,99 US-Dollar, auch bei den Kapazitätsstufen 10 TB (99,99 US-Dollar), 30 TB (199,99 US-Dollar) und 100 TB (299,99 US-Dollar) ändert sich zunächst einmal nichts.

Obwohl Google zu der deutschen Kostenstruktur noch keine Angaben gemacht hat, steht zu erwarten, dass die Preise eins zu eins in Euro übernommen werden.

Anrechungsmodell

Auch bei den auf das Speicherkontingent angerechneten Inhalte bleibt alles beim Alten – in Google Drive abgelegte Dateien, in Originalqualität aufgenommene Fotos und Videos sowie Gmail E-Mails und zugehörige Anhänge werden auf das Volumen angerechnet. In der Größe "Hohe Qualität" geschossene Bilder, in Play Music angelegte Musiksammlungen oder YouTube-Videos belasten das Kontingent hingegen nicht.

Schrittweise Einführung

Google One wird zunächst in den USA eingeführt. Die zugehörige App ist bereits im Play Store gelistet, lässt sich zur Zeit jedoch nur von Nutzern herunterladen, die eine Einladung erhalten haben. In den kommenden Monaten soll der neue Dienst sukzessive auch in weiteren Regionen ausgerollt werden.

Einen konkreten Zeitplan legte das Unternehmen nicht vor, sondern beschränkte sich auf die Aussage „demnächst verfügbar“. Speicherabo-Besitzer, die über den Start-Termin informiert werden möchten, können auf der Google One-Seite ihre E-Mail-Adresse angeben. Die Umstellung auf das neue Angebot erfolgt für sie ebenfalls automatisch.

Für Nutzer, die ausschließlich die kostenfreie 15 GB-Variante in Anspruch nehmen, greift der Google One-Dienst nicht. Der ihnen bereitstehende Speicherplatz wird auch in Zukunft unter dem Namen Google Drive geführt.

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