Aktualisierte Studie von IDC zum weltweiten Datenwachstum

Weltweites Datenvolumen verdoppelt sich alle zwei Jahre

01.07.2011 | Redakteur: Nico Litzel

Noch 2011 wird das digitale Universum die 1,8-Zettabyte-Marke erreichen. Um diese Datenmenge zu speichern, bräuchte man 57,5 Milliarden Apple iPads.
Noch 2011 wird das digitale Universum die 1,8-Zettabyte-Marke erreichen. Um diese Datenmenge zu speichern, bräuchte man 57,5 Milliarden Apple iPads.

Das weitweite Datenvolumen verdoppelt sich alle zwei Jahre und wird noch 2011 die 1,8-Zettabyte-Marke erreichen – das sind 1,8 Billionen Gigabyte. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Marktforscher IDC im Auftrag von EMC erstellte „Digital-Universe“-Studie.

In der zum fünften Mal durchgeführten Digital-Universe-Studie hat IDC die Menge der Daten untersucht, die im Laufe eines Jahres erzeugt oder kopiert werden. Die Marktforscher kommen zu dem Ergebnis, dass der Ausbau von IT-Personal nicht mit dem massiven Wachstum von Servern, der Datenverwaltung und von unstrukturierten Daten Schritt hält.

In den kommenden Jahren bis 2020 müssten sich IT-Abteilungen darauf einstellen, dass sich die Zahl der Server verzehnfachen wird und das 50-Fache an Informationen verwaltet werden muss. Die Zahl der Dateien und Container für Informationen werde auf das 75-Fache anwachsen, da immer mehr Embedded-Systeme – etwa Sensoren in Brücken, in Kleidung oder in medizinischen Geräten – Daten produzieren. Unterm Strich werden 1,5-mal so viele IT-Experten benötigt, um die Daten zu verwalten, so die Schlussfolgerung.

Cloud Computing ist im Kommen

Heute macht Cloud Computing weniger als zwei Prozent der Ausgaben im IT-Bereich aus. IDC schätzt allerdings, dass bereits 2015 fast 20 Prozent der Informationen von Service-Providern für Cloud Computing verwaltet werden. Damit werde ein Bit auf seiner Reise vom Verursacher bis zu seiner endgültigen Löschung in irgendeiner Form in der Cloud verarbeitet. Ungefähr zehn Prozent der Informationen sollen laut IDC dabei in der Cloud verbleiben.

Der digitale Schatten wächst

Der „digitalen Schatten“, darunter versteht IDC den passiven Beitrag, den jeder einzelne zum Datenwachstum beiträgt, beispielsweise Daten, die bei der Benutzung eines Handys oder einer Kreditkarte entstehen, ist weitaus größer als die Menge der Informationen, die die Menschen selbst aktiv durch Fotos, Videos oder Musikdownloads produzieren.

Die Verantwortung liegt bei den Unternehmen

Weiteres Ergebnis der Studie: Zwar werden rund 75 Prozent aller Informationen im „digitalen Universum“ von Individuen erzeugt, allerdings tragen Unternehmen auf die eine oder andere Weise Verantwortung für 80 Prozent der Informationen während ihrer Lebensdauer.

Metadaten wachsen schneller als die Daten selbst

Das digitale Universum besteht zum größten Teil aus unstrukturierten Daten: Ihr Anteil liegt bei über 90 Prozent. Unternehmen stehen heute neue Anwendungen zur Verfügung, mit denen sich dieser Datentypus erfassen, analysieren und durchsuchen lässt, sodass sich Einblicke in den Datenbestand gewinnen lassen. Diese Tools können Daten automatisch auswerten und verschlagworten. Dabei entstehen sogenannte Metadaten. Diese beschreibenden Daten wachsen laut IDC doppelt so schnell im Vergleich zum zugrundeliegenden Datenbestand.

Ich weiß, wo Du gestern gefahren bist – BI in Echtzeit

Die Marktforscher haben einen weiteren Trend identifiziert, der das Datenwachstum noch weiter befördern dürfte: Business-Intelligence-Anwendungen, die sich auf Echtzeit-Daten stützen. Als Beispiele nennt IDC flexible Autoversicherungstarife, bei denen die Prämienhöhe davon abhängt, in welchem Gebiet der Fahrer gerade unterwegs ist, aber auch intelligente Stromnetze.

Plädoyer für die Cloud

IDC ist sich sicher: Unternehmen können durch Private- oder Public-Cloud-Lösungen oder einer Kombination aus beidem (Hybrid Cloud) von Skaleneffekten profitieren und sind flexibler und beweglicher im Vergleich zu herkömmlichen IT-Umgebungen. Damit werde die Cloud auf längere Sicht ein wichtiges Instrument zur Bewältigung der Komplexität des digitalen Universums.

Sabine Bendiek, Geschäftsführerin EMC Deutschland: „Die Treiber dieses unablässigen Datenwachstums sind verbesserte Technologien und sinkende Investitionskosten. Verglichen mit 2005 haben sich die Kosten für die Erzeugung, Erfassung, Verwaltung und Speicherung von Informationen auf ein Sechstel verringert. Im gleichen Zeitraum sind die Investitionen von Unternehmen in das digitale Universum – Cloud-Dienste, Hardware, Software, Services und Mitarbeiter für die Erzeugung, Verwaltung, Speicherung von Informationen – um 50 Prozent auf vier Billionen US-Dollar gestiegen.“

 

Was sind 1,8 Zettabyte?

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