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Plattformübergreifender Datenaustausch Adobe, Microsoft und SAP starten Open Data Initiative

Mit der jetzt geschmiedeten Datenallianz wollen die drei Softwareriesen die Voraussetzung dafür schaffen, dass Unternehmen ihre Daten künftig zusammenführen und dadurch mehr Wert aus diesen schöpfen können. Die Open Data Initiative (ODI) schaffe die hierfür nötige Plattform, da diese die Datenstrukturen der drei Anbieter zusammenbringe.

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Shantanu Narayen, CEO, Adobe (li.), Satya Nadella, CEO von Microsoft, und Bill McDermott, CEO von SAP (re.), stellten die Open Data Initiative auf der Microsoft Ignite 2018 vor.
Shantanu Narayen, CEO, Adobe (li.), Satya Nadella, CEO von Microsoft, und Bill McDermott, CEO von SAP (re.), stellten die Open Data Initiative auf der Microsoft Ignite 2018 vor.
(Bild: Microsoft)

Daten sind wertvolles Kapital und Treibstoff der digitalen Transformation. Allerdings liegen Informationen zu Kunden oftmals verteilt in hausinternen oder externen Anwendungssilos, die sich nicht gemeinsam nutzen lassen. Hinzu kommt, dass für die Verarbeitung eingesetzte Softwarelösungen meist auf eigenen Standards basieren. Dies erschwert Unternehmen die Daten zusammenzuführen, sinnvoll zu verknüpfen und dadurch einen umfassenden Blick auf ihre Kunden zu gewinnen.

Einheitliches Datenmodell

Mit der Open Data Initiative wollen Adobe, Microsoft und SAP dies ändern. Viele Unternehmen weltweit setzten bereits angefangen von der Produktentwicklung über das Finanz- und Personalwesen bis hin zum Marketing und Vertrieb auf die Softwarelösungen der Unternehmen. Daher macht der Schulterschluss durchaus Sinn.

Denn mit der im Rahmen der Open Data Initiative geplanten Entwicklung und Umstellung auf ein einheitliches Datenmodell wollen die Tech-Schwergewichte sicherstellen, dass Informationen künftig plattformübergreifend auf die gleiche Weise erfasst und verarbeitet werden, sich unaufwändig verknüpfen sowie austauschen lassen.

Abbau von Datensilos

Die gemeinsamen Initiative für offene Daten stützt sich auf drei Grundpfeiler:

  • 1. Unternehmen behalten die Kontrolle über ihre Daten.
  • 2. Mittels KI-getriebener Geschäftsprozesse lassen sich Informationen über einheitliche Verhaltens- und Betriebsdaten ableiten.
  • 3. Ein umfassendes Partner-Ökosystem schafft die Grundlage für das offene Datenmodell und dessen Erweiterung.

Die formulierten Rahmenbedingungen sollen dazu beitragen, dass Datensilos künftig der Vergangenheit angehören, Informationen vernetzt und zudem KI- und Analyse-Tools für Echtzeitauswertungen genutzt werden können.

Die daraus resultierenden Vorteile sind vielschichtig: Unternehmen erhalten einen einheitlichen Blick auf ihre Kunden, können Daten leichter verwalten und deren Vertraulichkeit und Sicherheit besser gewährleisten. Dies kommt offensichtlich an - so begrüßen Coca-Cola, Unilever und Walmart die Initiative und wollen diese technisch unterstützen.

Ein gemeinsamer Datensee

Die Open Data Initiative schaffe die Basis dafür, dass sich Daten künftig zwischen der Adobe Experience Cloud, der Adobe Experience Platform, Microsoft Dynamics 365, SAP C/4HANA und S/4HANA austauschen ließen. Vorgesehen ist diese in einem zentralen Data Lake in der Microsoft Azure-Cloud zu speichern.

Transaktions-, Betriebs-, Kunden- oder IoT-Daten sollen sich bidirektional je nach Präferenz und bedarfsgerecht in den und aus dem gemeinsamen Datensee übertragen und datengestützte digitale Feedbackschleifen generieren lassen. Darüber hinaus könnten intelligente Anwendungen, die Daten, Beziehungen und Metadaten über mehrere Services von Adobe, SAP, Microsoft und ihren Partnern hinweg nativ verstehen, erstellt und implementiert werden.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Schwesterportal DataCenter-Insider übernommen.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de