Auch der Suche nach dem richtigen Backup-Werkzeug

Backup- und Disaster-Recovery-Tools für Hyper-V und andere

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Rainer Graefen

Nicht jedes Backup-Tool eignet sich für virtualisierte Umgebungen und eine Zaubertaste gibt es erst recht nicht.
Nicht jedes Backup-Tool eignet sich für virtualisierte Umgebungen und eine Zaubertaste gibt es erst recht nicht. (Bild: VRD/ Fotolia.com)

Das Konsolidieren einer Server-Landschaft hat Auswirkungen auf die im administrativen Alltag zu verwendenden Tools und Strategien. So stellen Virtualisierungumgebungen etwa ganz andere Anforderungen an die einzusetzenden Backup-Werkzeuge. Hier ist eine Übersicht über die interessantesten Tools.

Admins können Virtualisierungsumgebungen mit gewissen Einschränkungen durchaus auch mit nicht spezialisierten Backup-Tools sichern. So korrespondiert etwa eine ausgeschaltete VM aus Sicht des Hosts mit der dazugehörigen Image-Datei. Diese lässt sich mit jedem Backup-Programm sichern und diese Sicherung entspricht quasi einer Image-Sicherung auf VM-Ebene.

Eine Image-Sicherung ersetzt aber kein Backup im laufenden Betrieb. Zudem wäre die Notwendigkeit, die zu sichernden VMs ausschalten zu müssen, eine im Alltag kaum zumutbare Einschränkung. Ein solches Szenario könnte allenfalls als gelegentlich, zum Beispiel am Wochenende, durchgeführte, zusätzliche Sicherungsebene im Rahmen einer einfachen Desaster-Recovery-Strategie durchgehen.

Auch der Einsatz von konventioneller Backup-Software innerhalb der jeweiligen VMs oder über das virtuelle Netzwerk ist möglich, aber oft nicht praktikabel. Zwar lassen sich alle Tools, die mit physischen Servern funktionieren, auch zum Sichern auf VM-Ebene einsetzen, Administratoren verschenken dann aber viele Möglichkeiten, die auf VMs spezialisierte Tools bieten.

Speziifische Anforderungen, spezielle Tools

Mit einer Ausnahme sichern alle im Folgenden vorgestellten Programme sowohl die Host-Ebene als auch die in den VMs enthaltenen Daten und bringen viele zusätzliche Features für VM-Umgebungen mit. (Das Sichern von Snapshots ist keine vernünftige Grundlage für eine Backup-Strategie.)

Microsoft Windows Server Backup

Funktionen/Einsatzmöglichkeit: „Windows Server 2012“ bringt von Haus aus das Tool „Windows Server Backup“ mit. Das kann in der Version 2012 auch VMs sichern.

Vorteil: Das Tool ist in Windows-Servern enthalten.

Nachteil: Windows Server Backup kann keine Cluster Shared Volumes im Ganzen sichern, wohl aber virtuelle Maschinen, die auf CSVs liegen.

Veeam Backup & Replication 7 und 8

Funktionen/Einsatzmöglichkeit: Backup-Spezialist Veeam hat im Mai dieses Jahres die Veeam-Version 8 angekündigt, deren Explorer jetzt neben Exchange und Sharepoint auch Item Level Restore für Active Directory und SQL-Server unterstützt. Zudem kann die Version 8 Netapp-Snapshots sichern und beherrscht AES-256-Bit-Verschlüsselung. Derzeit ist aber noch die in den drei Editionen Standard, Enterprise und Enterprise Plus erhältliche Version 7 aktuell.

Veeam B & R wurde im Vergleich zu herkömmlichen Backup-Lösungen von Grund auf für die Datensicherung von „vSphere“- oder „Hyper-V“-Umgebungen entwickelt. Die Version 7 unterstützt die aktuellen Versionen von vSphere (5.5) und Hyper-V („Windows Server 2012 R2“).

So bietet das Programm im Rahmen der Komponente Backup Recovery Jobs unter anderem Replikationsfunktionen, die es ermöglichen, Backups automatisch an andere Standorte spiegeln zu lassen. Wahlweise können Admins auch eine Disaster Recovery zu einem anderen Standort durchführen oder ein automatisches Failover einrichten.

Vorteile: Die auf diese Weise erzeugten Replikate können Sie zum Aufbau eines Hochverfügbarkeits-Setups nutzen. B & R kann beim Ausfall einer VM automatisch einen Failover auf die dazugehörige Backup-Replik durchführen. Der Betrieb kann also nahtlos weiterlaufen, unabhängig vom Standort der Replik.

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