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IT-Awards 2022 Die beliebtesten Anbieter von Backup und Disaster Recovery 2022

Von Martin Hensel

Anbieter zum Thema

In der IT gibt es einige Themen, die absolute Evergreens darstellen. Eines davon ist Backup/Restore und Disaster Recovery: Der Schutz vor Datenverlusten und plötzlichen Systemausfällen ist für nahezu jedes Unternehmen absolut unverzichtbar. Denn trotz aller etablierter Vorsichtsmaßnahmen mangelt es nicht an Gefahren.

Die Grundlage zur erfolgreichen Abwehr von Cyberattacken ist ein funktionierendes Backup. Ebenfalls unverzichtbar ist eine Disaster-Recovery-Lösung.
Die Grundlage zur erfolgreichen Abwehr von Cyberattacken ist ein funktionierendes Backup. Ebenfalls unverzichtbar ist eine Disaster-Recovery-Lösung.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Ein Unglück kommt bekanntlich selten allein – diese Binsenweisheit trifft auch in der IT erschreckend häufig zu. Belastbare Backup- und Disaster-Recovery-Lösungen sind deshalb ein elementarer Teil jeder Vorsorgestrategie. Sie sorgen im Zusammenspiel dafür, dass geschäftskritische Daten sicher gespeichert und auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Letzteres ist besonders wichtig, um im Notfall innerhalb kurzer Zeit den Betrieb wiederaufnehmen zu können und teure Ausfallzeiten so kurz wie möglich zu halten.

Die Leser von Storage-Insider haben für die IT-Awards 2022 abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten Anbieter von Backup/Restore & Disaster Recovery 2022:

Bildergalerie

Derartige Vorsichtsmaßnahmen sind zwar altbekannt, haben aber keineswegs an Bedeutung verloren. Aktuellen Erhebungen zufolge musste der Großteil der Unternehmen schon einmal geschäftskritische Daten wiederherstellen – fast die Hälfte davon verzeichnete dabei dauerhafte Datenverluste. Dies ist unter anderem auf den häufig unbedachten Umgang mit Disaster-Recovery-Plänen zurückzuführen. So verfügt zwar nahezu jedes Unternehmen über einen Notfallwiederherstellungsplan – aber nur ein Viertel davon aktualisiert und überwacht diesen regelmäßig.

Lösungen für jeden Fall

Der Markt für Backup und Disaster Recovery ist äußerst vielfältig, was nicht zuletzt dem technischen Fortschritt geschuldet ist. Frühere Ansätze, wie etwa Disk-to-Disk-to-Tape, werden den heutigen Anforderungen einfach nicht mehr gerecht. Der zunehmende Einsatz von hybriden, ortsunabhängigen Arbeitsmodellen und Edge-Umgebungen sowie strenge Compliance-Anforderungen stellen auch an Backup- und Disaster-Recovery-Lösungen hohe Ansprüche. Wichtig sind entsprechend dimensionierte Systeme, die in Sachen Skalierbarkeit und Automatisierung weitreichende Möglichkeiten bieten. Die Unterstützung von Multi-Cloud-Umgebungen, multiplen Backups, IaaS-, PaaS- und SaaS-Daten sowie der Schutz vor Cyberangriffen auf gespeicherte Informationen sind nur einige Leistungsmerkmale, die moderne Lösungen beherrschen müssen.

Gefragt sind Anbieter und Systeme, die eine unkomplizierte Implementierung in bestehende Umgebungen ermöglichen und zudem die einfache Verwaltung der entsprechenden Prozesse und Infrastruktur gestatten. Unternehmen achten zudem auf möglichst geringen Investitionsaufwand und legen darüber hinaus Wert auf die möglichst sofortige Verfügbarkeit ihrer gesicherten Daten und Workloads. On-Premises wird dies unter anderem durch den Einsatz leistungsfähiger All-Flash-Arrays ermöglicht, während Angebote in der Cloud mit hoher Skalierbarkeit bei Performance und Speicherplatz punkten.

Rettung aus der Wolke

Gerade im Nachgang der abklingenden Corona-Pandemie ist es wenig verwunderlich, dass sich Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) zu einem gefragten Thema entwickelt hat. Im Gegensatz zu reinen Cloud-Backups wird hierbei die gesamte Datenproduktion eines Unternehmens in der Cloud abgebildet und bei Bedarf direkt repliziert. Auf diese Weise sind automatisches Failback und Failover möglich. Unternehmen können bei Ausfällen jederzeit auf ihre beim jeweiligen Cloud-Provider gespeicherten Daten zurückgreifen, um ihre Geschäftskontinuität zu gewährleisten.

DRaaS-Lösungen bieten einige weitere Vorteile, wie zum Beispiel ihre zentrale Verwaltung und das Management mehrerer Standorte über ein Portal. Da sich die Anbieter meist selbst um die Wartung der Systeme kümmern, müssen Unternehmen hierfür keine zusätzlichen Mittel einplanen. Zudem sind jederzeit Testläufe möglich, um die Backup- und Disaster-Recovery-Maßnahmen auf ihre Zuverlässigkeit zu überprüfen. Dank der hohen Skalierbarkeit lassen sich bei Bedarf auch ambitionierte RTOs („Recovery Time Objectives“) und RPOs („Recovery Point Objective“) realisieren. Im Vergleich mit entsprechend dimensionierten On-Premises-Systemen zeichnen sich DRaaS-Angebote in der Regel durch niedrigere Gesamtbetriebskosten aus.

Blick in die Zukunft

Wie aktuelle Studien zeigen, erwarten Unternehmen leicht steigende Budgets für Backup und Disaster Recovery. Niedrigere Kosten sowie schnellere RTOs und RPOs bleiben wesentliche Argumente für einen Wechsel bestehender Lösungen. Cloud-Dienste sind mittlerweile etabliert, ergänzen aber lokale Systeme eher, statt sie vollständig abzulösen.

Grundsätzlich fürchten viele Unternehmen Datenverluste aufgrund der zunehmenden Zahl geschäftskritischer Workloads. Für die meisten Firmen gilt ein Verlust der Daten einer Stunde noch als tolerabel – die entsprechenden Sicherungsintervalle geben dies aber häufig nicht her. Die Kombination von Backups mit Snapshots oder Replikation könnte hier einen Lösungsansatz bieten.

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