Flash-optimiertes Petabyte-fähiges Speichersystem

Fujitsu kündigt Eternus DX8900 S4 an

| Redakteur: Ulrike Ostler

Fujitsu bringt in Kürze das Eternus DX8900 S4 Storage-System auf den Markt, dass einige Leistungshürden überspringen aber auch bestehende Komplexitätsbarrieren in der Handhabung abbauen soll.
Fujitsu bringt in Kürze das Eternus DX8900 S4 Storage-System auf den Markt, dass einige Leistungshürden überspringen aber auch bestehende Komplexitätsbarrieren in der Handhabung abbauen soll. (Bild: Fujitsu)

Mit der Eternus DX8900 S4 bringt Fujitsu die vierte Generation der Speicherlösung auf den Markt. Das voraussichtlich ab Januar 2019 verfügbare System ist für Unternehmen gedacht, die ihre Storage-Infrastruktur konsolidieren und schrittweise auf ein All-Flash-Rechenzentrum übergehen wollen. Unter anderem ließe es sich flexibel bestücken, sei automatisierungsfähig und gewährleiste Betriebskontinuität, so der Hersteller.

Die Eternus DX8900 S4 bietet Betreibern von Rechenzentren Flash-optimierte, Petabyte-fähige Speichermöglichkeiten. Zugleich, so Fujitsu, reduziere das System die bisherige Komplexität von Storage-Lösungen, indem es die Notwendigkeit verschiedener Storage-Tiers für unterschiedliche Workloads eliminiere. Separate Storage-Silos ließen sich konsolidieren, dies erleichtere die Migration in ein All-Flash-Rechenzentrum.

Technologien wie das Internet of Things, Edge Computing, Virtual Reality, Advanced Analytics, Robotics, lernende Maschinen und KI generieren jede Menge sowohl strukturierter als auch unstrukturierter Daten. In dem Maß, in dem das Datenvolumen wächst, müssen Unternehmen mit der ansteigenden Informationsflut umgehen.

Hinzu käme der anhaltende Trend zur Rechenzentrums-Konsolidierung und -Virtualisierung – auch und vor allem aus Kostengründen. Um Daten etwa aus OLTP- (Online Transaction Processing) Anwendungen, Datenbanken und ERP-Systemen zusammenzuführen, ist vor allem Storage-Kapazität nötig: hochdicht, skalierbar und zuverlässig. Eine entsprechende Technik sollte unterschiedliche Service-Level bedienen können und einen hohen Automatisierungsgrad unterstützen.

Das Fujitsu Eternus DX8900 S4 Storage-System beruht auf einer multiredundanten Scale-out-Architektur.
Das Fujitsu Eternus DX8900 S4 Storage-System beruht auf einer multiredundanten Scale-out-Architektur. (Bild: Fujitsu)

Basis für den Wechsel auf All-Flash

Genau das seien die Stärken der Eternus DX8900 S4, so Fujitsu. Das System könne alle Arten von Informationen speichern und Unternehmen auf das anbrechende Petabyte-Zeitalter vorbereiten, in dem nur noch All-Flash-basierte Systeme mithalten könnten. Dazu Olivier Delachapelle, Head of Data Center Category Management bei Fujitsu EMEIA: "Schon innerhalb der kommenden drei Jahre werden 50 Prozent der Rechenzentren Flash-basiert sein – und damit zum Mainstream werden." Die Eternus DX8900 S4-Lösung sei Flash-optimiert und unterstütze die aktuellsten 30 Terabyte SSDs.

Die S4-Generation fußt auf einer multiredundanten Scale-out-Architektur und wurde für modulare Skalierbarkeit von zwei bis zu 24 Controllern entwickelt. Da sich Disk- und Flash-Drives kombinieren lassen, können Kunden eine ihren individuellen Anforderungen entsprechende Balance zwischen Kapazität, Datenzugriff, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz herstellen.

Um genau zu sein, lässt sich das mit den All-Flash-Arrays der Eternus AF-Reihe kompatible System mit SSDs, HDDs oder einer Mischung von Disk und Flash konfigurieren. Außerdem biete die Lösung bis zu 307,2 Terabyte Extreme Cache und ermögliche durch Non-Volatile Memory Express (NVMe) einen beschleunigten Lesezugriff.

Flexibilität und einfache Verwaltung

Damit sei der halbe Weg hin zum Full-Flash-Rechenzentrum bereits bewältigt, denn schon eine einziges Eternus-System schaffe bis zu 10.000.000 IOPS und könne bis zu 140 Petabyte an Flash-Kapazität fassen – doppelt so viel wie das Vorgängermodell. Die Abschaffung von Disks sorge auch für einen geringeren Energiebedarf, dadurch verringere sich die Abwärme und damit die erforderliche Kühlleistung.

Zu den Vorteilen zähle auch, dass alle Kompressionsprozesse von der Hardware verwaltet würden. Infolgedessen stiege das Leistungspotenzial um den Faktor sechs an, so Fujitsu. Bei Scale-out-Konfigurationen erhöhe sich die Leistung mit jedem weiteren Controller-Modul.

Die integrierte Quality of Service (QoS)-Funktion übernimmt eine automatische CPU-Priorisierung, die Bandbreiten-Allokation und das Tiering auf Basis definierter Antwortzeiten. Aufgrund der automatisierten QoS-Funktionen in Verbindung mit Techniken zur Datenreduzierung eigne sich das System für das Zusammenspiel mit dynamischen Unternehmensanwendungen wie OLTP, Datenbanken, ERP, Data Analytics sowie dem High-Performance Computing.

Failover und Disaster Recovery

Die integrierte Multiredundanz bietet zuverlässigen Schutz vor fehlerhaften Disks, Controllern, Interconnects oder auch einem komplett beschädigten System. Zusätzlich verfügt die neue Fujitsu-Lösung über Ausstattungsmerkmale wie Migration ohne Ausfallzeit, Snapshots, Remote Replication sowie Transparent Failover, die Businesskontinuität gewährleisten.

Dank der Eternus-Architektur können auch kleinere DX- oder AF-Systeme Daten auf die Eternus DX8900 S4 replizieren. Dies schafft die Basis für ein kosteneffizientes System Failover und ein flexibles Disaster Recovery, etwa in Niederlassungen oder Tochterunternehmen.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Schwesterportal DataCenter-Insider übernommen.

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