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Interview mit Claus Wiefel, Quest Software Microsoft Hyper-V hat noch Nachholbedarf

Autor / Redakteur: Das Interview führte Rainer Graefen / Nico Litzel

Beim Backup virtueller und physischer Systeme muss Microsoft gegenüber VMware noch nachlegen, erklärt Claus Wiefel von Quest Software.

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Claus Wiefel, Technical Account Manager Data Protection Central & Eastern Europe bei Quest Software
Claus Wiefel, Technical Account Manager Data Protection Central & Eastern Europe bei Quest Software

Erst kürzlich hat VMware vStorage und die vStorage APIs for Array Integration (VAAI) vorgestellt, die das Speicher-Array besser in die Speicherprozesse einbinden sollen. Storage-Insider.de wollte wissen, ob und wie Speicherhersteller diese Techniken nutzen. Für Quest Software beantwortete Claus Wiefel, Technical Account Manager Data Protection Central & Eastern Europe, die Umfrage.

Storage-Insider.de: vStorage und VAAI erleichtern das Backup und die Konfiguration virtueller Maschinen. Woran erkennt der Anwender, dass die Backup-Software und das Speichersystem die neuen Programmierschnittstellen unterstützen?

Wiefel: Zunächst sollte man zwischen den zwei verschiedenen APIs VMware VADP, vStorage API for Data Protection, und dem VMware VAAI, vStorage API for Array Integration, unterscheiden: VADP ist die Schnittstellendefinition von VMware, die es Herstellern von Datensicherungssoftware ermöglicht, durch die Implementierung dieser Schnittstelle in ihren Backup-Lösungen VMware vSphere 4.x- und 5.x-Umgebungen wesentlich effizienter und flexibler zu sichern, als dies noch unter VMware VI 3.x möglich war. VAAI hingegen gibt den Storage-Hardware-Herstellern die Möglichkeit, Funktionen wie das Erstellen von virtuellen Festplatten – schreiben von Zero-Byte-Folgen – direkt auf ihren Speichersystemen auszuführen und somit die Belastung der ESX-Hosts (Hypervisor) durch diese Aufgaben wesentlich zu reduzieren. Ob die Datensicherungslösung VADP oder das Storage-System VAAI unterstützt, sollte durch den Hersteller der Produkte im jeweiligen Datenblatt vermerkt sein.

Haben Hyper-V-Administratoren beim Backup virtueller und physischer Systeme größere Probleme als Anwender von VMware ESX?

Wiefel: Microsoft Hyper-V hat hinsichtlich der Funktionalitäten einer vergleichbaren VMware vSphere 4.x- oder 5.x-Umgebung noch Nachholbedarf. Speziell bei der Sicherung von Hyper-V-Shared-Storage-Clustern kann es zu Problemen bei der Erstellung der Volume Shadow Copies kommen. Auch gibt es noch keine so tief gehende Unterstützung für die Auslagerung von bestimmten Aufgaben auf das Storage-System, wie das VMware mit der VAAI-Schnittstelle bereits realisiert hat.

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