Datenanalyse in Kubernetes-Umgebungen NetApp vervollständigt Toolset

Autor / Redakteur: lic.rer.publ. Ariane Rüdiger / Dr. Jürgen Ehneß

Seit etwa zwei Jahren sieht NetApp das Infrastrukturmanagement von Kubernetes-Umgebungen als einen wesentlichen Aktivitätsbereich, zu dem man eigene Tools und Services beisteuern möchte. Nun sind zwei weitere wesentliche Bausteine angekündigt worden: Spot Wave und Spot Ocean.

Gewappnet für die Containerwelt: NetApp.
Gewappnet für die Containerwelt: NetApp.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

NetApp ist schon länger kein Storage-only-Unternehmen mehr. Schon vor rund zwei Jahren begann die Hinwendung zum Management von Kubernetes-Umgebungen mit der Ankündigung von Ocean, einer Lösung, die Stateless-Apps und Mikroservices auf Kubernetes-Clustern verwaltet.

Mitte 2020 schloss NetApp die Übernahme des israelischen Start-ups Spot ab. Gegründet hatte es Amiram Shachar im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Universität Tel Aviv. Den Wert des Aufkaufs schätzte die Branche damals auf 450 Millionen US-Dollar. Heute ist die Firma als „Spot by NetApp“ unter der Leitung von Shachar als eigenständiger Bereich in NetApp integriert.

Ziel von Spot ist es, Kubernetes-Infrastruktur in Provider-Clouds so zu verwalten, dass daraus optimale und kostenoptimierte Anwendungsumgebungen für die Datenanalyse werden. Spot Wave, ab sofort in allen Regionen von AWS weltweit verfügbar, ist eine „serverlose Ausgabe von Spark“ (Shachar), in der Original-Spark steckt. Wer Wave vor Ort verwenden will, kann die Lösung auch auf AWS Outpost implementieren.

Dazu kommt aber noch die gesamte Infrastruktur, die Wave vollautomatisch für den Kunden bereitstellt, sichert und verwaltet. Denn der Aufbau einer Kubernetes-Umgebung, in der Spark einwandfrei läuft, ist keinesfalls ein Kinderspiel. Diese knifflige Arbeit wird den Kunden mit Wave abgenommen.

Außerdem hat Wave zwei der derzeit populärsten Tools für Spark-Datenanalyseumgebungen im Gepäck: Airflow, ein Tool, das Daten in Spark-Umgebungen streamen kann, und Zeppelin, ein Open-Source-Produkt für die Visualisierung und das Anlegen sogenannter Notebooks für wesentliche Prozesse der Datenanalyse vom Einlesen der Daten bis zur Visualisierung der Ergebnisse. Außerdem bietet das Tool Funktionen für die Kommunikation innerhalb von Arbeitsteams und weitere Komfortfunktionen.

Abgerechnet wird das Werkzeug pro verbrauchter virtueller CPU. Kunden, die mit einer spezifischen Version von Spark arbeiten, erhalten eine entsprechende Umgebung.

Schon im Frühjahr 2020 hatte NetApp Astra angekündigt, einen Datenmanagementservice für klassische Stateful-Apps. Der Dienst verwaltet applikationssensibel die persistenten Daten von Anwendungen, die auf Kubernetes-Clustern in Containern laufen, auch wenn diese Daten über mehrere Knoten verteilt sind. Dabei können die Cluster in der Public Cloud und beim Kunden laufen. Vorläufer von Astra war NetApp Trident, ein externer Open-Source-Storage-Orchestrierer, der über die zwischenzeitliche Standardschnittstelle CSI (Computer Storage Interface) zu Kubernetes angebunden wird.

Mit Ocean, Wave und Astra kann NetApp nun alle Applikationstypen innerhalb von Kubernetes-Umgebungen samt ihrer Daten verwalten.
Mit Ocean, Wave und Astra kann NetApp nun alle Applikationstypen innerhalb von Kubernetes-Umgebungen samt ihrer Daten verwalten.
(Bild: NetApp)

Zu den bereitgehaltenen Services gehören alle klassischen Funktionen wie Backup, Restore, Replikation, Klonen, Snapshot und so weiter.

Mit dem Trio aus Ocean, Wave und Astra hat NetApp jetzt für jede Form der Datenverarbeitung (persistent, stateless, Streaming-Analyse) ein passendes Handwerkszeug im Gepäck und ein weiteres Feld seiner Produkt-Roadmap gefüllt (siehe Illustration).

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Über den Autor

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

Freie Journalistin, Redaktionsbüro Rüdiger