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Know-how – Datensicherungsstrategien in virtualisierten Umgebungen So erstellen Sie Backups von virtuellen Maschinen unter vSphere

Autor / Redakteur: Marc Staimer / Nico Litzel

Backups von virtuellen Maschinen sind für VMware-Anwender seit jeher eine heikle Angelegenheit, allerdings hat VMware hat mit dem jüngsten Release von vSphere den Bereich Backup und Recovery deutlich verbessert. Im folgenden Text erfahren Sie, wie Sie die besten Strategien für das Backup von virtuellen Maschinen entwickeln.

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Mit Change Block Tracking (CBT) und vSphere vStorage APIs for Data Protection (VADP) bietet VMware zwei Tools an, mit denen sich Backups von virtuellen Maschinen noch leichter erstellen lassen.
Mit Change Block Tracking (CBT) und vSphere vStorage APIs for Data Protection (VADP) bietet VMware zwei Tools an, mit denen sich Backups von virtuellen Maschinen noch leichter erstellen lassen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Datensicherung von virtuellen Maschinen virtualisierten VMware-Umgebungen war nie sonderlich einfach. Das liegt daran, dass viele Administratoren glauben, die Backup-Strategie nicht ändern zu müssen, wenn sie von der Datensicherung von physischen zur Datensicherung von virtuellen Maschinen übergehen. Da wird dann einfach ein Agent oder eine Client-Software auf jeder VM implementiert, gerade so, als ob es sich um physische Server handelte. Das hat schließlich in der physischen Welt funktioniert, als warum sollte das nicht in der virtuellen funktionieren? Tut es auch, aber unter Vorbehalt.

Die Grenzen der CPU

Backup-Software ist dahingehend optimiert, in kurzer Zeit so viele Server/Geräte wie möglich zu sichern (das ist auch sinnvoll ist, wenn man Zeitfenster optimieren möchte). Allerdings kann die Software die I/O-Leistung eines Servers, auf dem mehrere virtuelle Maschinen laufen, leicht überlasten. Man stelle sich nur mal vor, dass gleichzeitig zehn virtuelle Maschinen gesichert werden sollen, die auf einem einzigen physischen Server laufen. Das dürfte selbst den aktuellsten x86-Multicore-Prozessor von Intel oder von AMD ausbremsen.

Dann ist da noch der Agent oder die Client-Software, die auf jeder einzelnen VM läuft. Backup-Software benötigt (bis auf wenige beachtenswerte Ausnahmen) einen Agenten oder eine Software, die auf dem zu sichernden Server laufen müssen. Diese Software scannt den Server auf Block- oder auf Dateiebene nach neuen Daten und sichert diese dann zum nächsten geplanten Zeitpunkt.

Diese Art von Software wird meistens mit dem Attribut „schlank“ beworben, die Software soll also Systemressourcen nur wenig in Anspruch nehmen. Die Industrie spricht meistens von einem Auslastungsgrad von zwei Prozent. Das ist aber nicht ganz richtig, denn bei diesem Wert wird nicht die Ressourcenauslastung bei der Erstellung von Backups durch die Software bzw. den Agenten berücksichtigt. Dann ist der Auslastungsgrad nämlich viel höher. Wenn man die Auslastung nun mit der Anzahl der virtuellen Maschinen multipliziert, so erhält man schnell einen Flaschenhals.

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