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Neue Version der Datensicherungslösung Veritas setzt bei NetBackup 10 auf Multi-Cloud, KI und Kubernetes

Von Michael Matzer

Der Datenmanagementanbieter Veritas Technologies hat auf seiner Konferenz „Conquer Every Cloud“ – nomen est omen – seine neue Cloud-orientierte Datenmanagementstrategie vorgestellt. Sie umfasst Multi-Cloud, KI, Automation und Ransomware-Schutz. Gleichzeitig stellte Veritas die neue Version 10 seines Flaggschiffs NetBackup vor.

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Flaggschiff auf Wolkenkurs: Version 10 von NetBackup ist auf Multi-Cloud-Strategien ausgelegt.
Flaggschiff auf Wolkenkurs: Version 10 von NetBackup ist auf Multi-Cloud-Strategien ausgelegt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Nach dem Motto „Cloud First“ hat Veritas eine Cloud-Scale-Technologie entwickelt, die als neue NetBackup-Architektur für den Betrieb im Web modernisiert wurde. „Es entsteht eine containerisierte, programmierbare und KI-gestützte Microservices-Architektur, die autonome, einheitliche Datenmanagementdienste in der Cloud bereitstellt“, fasste Greg Hughes, der CEO von Veritas, auf der Kundenkonferenz „Conquer Every Cloud“ zusammen.

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Das heißt konkret, dass die Datensicherungslösung NetBackup 10 eng mit AWS und Microsoft Azure integriert ist und die Container-Technologie Kubernetes unterstützt. Damit soll eine besonders kostengünstige, effiziente und sichere Datenverwaltung in Multi-Cloud-Umgebungen realisierbar sein.

Niedrigerer TCO

Niedrigere Betriebskosten (TCO) sollen Kunden mithilfe folgender Leistungsmerkmale erzielen können. NetBackup 10 bietet erweiterte Multi-Cloud-Speicher- und Orchestrated-Tiering-Funktionen. Diese Clouds sind in erster Linie AWS und Azure. Durch die Integration sollen die Kunden ihre Kosten für Backup-Speicher um bis zu 95 Prozent senken können.

Das ließe sich beispielsweise durch die automatische Verschiebung von Workloads von hochpreisigen Storage-Tiers, die schnelles Flash-Memory nutzen, auf kostengünstigere Tiers wie etwa S3 Glacier realisieren. Weil aber das Bewegen von Daten über Cloud-Regionen hinweg Gebühren erzeugt, werden sowohl die optimale Nutzung der Ursprungslokation als auch der damit verbundene CO2-Fußabdruck eine wachsende Rolle bei den Kosten der Cloud-Nutzung fürs Datenmanagement spielen.

Die NetBackup-Deduplizierungsdienste seien aktualisiert worden, um den Speicherbedarf in der Cloud zu minimieren. „Dabei liefern elastische Multi-Cloud-Computing-Services immer genau die Skalierung zur richtigen Zeit, um zusätzliche Einsparungen zu erzielen“, so Hughes. Mit der Unterstützung aller wichtigen Kubernetes-Distributionen wolle NetBackup 10 eine plattformübergreifende Multi-Cloud-Recovery erlauben. „Damit lassen sich Daten auf praktisch jeder Kubernetes-Distribution wiederherstellen“, konstatiert Hughes. Damit unterstützt NetBackup, so der Eindruck, als eine der ersten Datenmanagementlösungen moderne Cloud-IT-Landschaften, die Kubernetes in Multi-Cloud-Modellen nutzen.

Höhere Effizienz durch Automation & Analytik

Durch die Integration von „NetBackup SaaS Protection“ soll NetBackup 10 einen Überblick über den gesamten Datenbestand eines Kunden bieten, so etwa für Governance- und Compliance-Zwecke. Nach Angaben von Hughes enthält NetBackup 10 eine neue, vollständig integrierte und kostenlose Basisversion von „NetBackup IT Analytics“ – dem vormaligen Produkt Veritas Aptare. Welche Plattformen Aptare v10.6 unterstützt, ist in einem gesonderten PDF-Dokument zu erfahren.

Diese Basisversion – zu der weiterhin eine Premium-Version existiert – biete umfassende, auf Machine Learning basierende Analyse- und Reporting-Funktionen, mit deren Hilfe sich Datensicherungsdienste optimieren und Risiken verringern ließen. NetBackup 10 verfügt laut Hughes über „automatische Erkennungs- und Schutzfunktionen“ für weitere Platform-as-a-Service-Workloads wie die quelloffene Datenbank Apache Cassandra, alle wichtigen Kubernetes-Distributionen sowie Microsoft Azure Managed SQL und Azure SQL.

Schutz vor Ransomware

„Weltweit profitieren Unternehmen von der beschleunigten digitalen Transformation und der Einführung der Cloud“, erläutert der Veritas-Chef. „Ein kürzlich veröffentlichtes gemeinsames Gutachten der Sicherheitsdienste in den USA, Großbritannien und Australien zeigt jedoch, dass Hacker bei ihren Ransomware-Angriffen verstärkt Cloud-Dienste und Cloud-Daten im Visier haben.“ Dafür müssen Vorkehrungen getroffen werden.

Im Sinne einer schadcodefreien Datenwiederherstellung soll NetBackup 10 automatische Malware-Scans während des Backups und vor dem Recovery ausführen. Die auf KI und Machine Learning basierende Anomalieerkennung von NetBackup leite mit der neuen Version automatisch eine Malware-Überprüfung ein. Diese Kombination führe zu einer Content-bezogenen, granularen Flexibilität, die eine schnelle Wiederherstellung von sauberen Daten ermögliche. NetBackup 10 erweitere seine Unterstützung für unveränderliche Speicher, darunter auch auf Microsoft Azure Blob Storage. Auch AWS bietet mit der S3-Funktion Object Lock unveränderlichen Speicher an.

Was die Kunden sagen

„Viele Unternehmen haben in der Cloud einen Flickenteppich aus unzusammenhängenden Datenschutzlösungen“, erläutert der Analyst Christophe Bertrand, Practice Director bei ESG Global. „Einzelne Workloads und Anwendungen werden oft von neuen Entscheidern implementiert und in Silos verwaltet, die sich mit der Zeit summieren. Das führt zu einem kontinuierlich steigenden Kosten- und Verwaltungsaufwand, der kaum noch zu bewältigen ist.“ Deshalb benötige ein Unternehmen eine langfristige Lösung, mit der es den Fußabdruck seines Cloud-Backups reduzieren und dessen Verwaltung automatisieren könne.

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„Da wir immer mehr Clouds, SaaS-Anwendungen, Plattformen und Tools nutzen, werden die Speicherorte für unsere Daten immer unübersichtlicher – eine große Herausforderung für unser IT-Team“, berichtet Everton da Costa, IT-Manager bei Prodesp, einem IT-Unternehmen aus São Paulo, Brasilien. „Das IT-Team muss ständig antizipieren und manuell eingreifen, um finanzielle und infrastrukturelle Belastungen zu vermeiden.“ Langfristig bestehe die Lösung aber nicht darin, die Umgebung einfach zu erweitern. „Vielmehr müssen wir unseren Ansatz so intelligent weiterentwickeln, dass er sich selbstständig an unsere zunehmend komplexeren Infrastrukturanforderungen anpasst. Die Vision von Veritas für ein Multi-Cloud-optimiertes Datenmanagement deckt sich mit unseren Zielen und wird uns dabei helfen, für die kommenden Herausforderungen gerüstet zu sein.“

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