VMware Virtual SAN ab sofort verfügbar

vSAN schafft High-Performance-Speicherebene für virtuelle Umgebungen

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

Erwin Breneis, Lead SE Cloud Management Solutions, VMware
Erwin Breneis, Lead SE Cloud Management Solutions, VMware (Bild: VMware)

VMware hat mit vSAN sein erstes Virtual-Storage-Produkt verfügbar gemacht. Damit können VMware-Nutzer Hardware-unabhängige Storage-Pools aus den Speicherkapazitäten bilden, die sie auf Festplatten und Flash-Speichern haben.

Die Storage-Virtualisierung erfolgt integriert in den Kernel von VMware vSphere, lässt sich also mit dem vCenter Server verwalten, der auf vSphere aufsetzt. Die Abstraktion von der Hardware-Infrastruktur der drehenden Festplatten und der Flash-Speicher erfolgt ebenso wie bei der Virtualisierung von Servern mit vSphere und Netzwerken mithilfe von VMware NSX.

Das Pooling von Festplatten und Flash-Speichern mithilfe von vSAN ist hilfreich, weil Festplatten allein nicht genügend I/O-Durchsatz liefern. Sie sind nützlich als Datenablage. Flash-Disks jedoch erlauben das Anlegen von Write- und Read-Cache-Speicher und somit eine schnellere I/O-Leistung. Während die Flash-Speicher wie etwa SSDs eine hohe Performance liefern, stellen die Festplatten, die als „Ablage“ den Cache-Inhalt abrufen, eine hohe Kapazität bereit. VMware verspricht einen Verbrauch von unter zehn Prozent der CPU-Ressourcen.

Unterstützung für bis zu 32 Hosts

„Mit vSAN in der v1.0 werden wir bis zu 32 Hosts unterstützen“, sagt Erwin Breneis, Lead SE, Cloud Management Solutions bei VMware. „Diese haben eine Kapazität von 4,5 Petabyte.“ Pro Datastore-Cluster gelten laut Breneis 3.200 VMs als Limit. Auf diesem 32-Knoten-Cluster lassen sich gemäß internen Benchmark-Tests, die VMware durchführte, zwei Millionen IOPS (Input-Output-Operationen pro Sekunde) bei schreibgeschützten Workloads erzielen sowie 640.000 IOPS bei gemischtem Workload.

Die Nutzung von vSAN werde stark über Einsatzszenarien definiert, so Breneis. Hoher I/O werde vor allem in Virtual Desktop Infrastructure (VDI) benötigt, niedrige I/O mit hoher Kapazität hingegen in der Entwicklung und beim Testen. In beiden Fällen schaut der Nutzer auf den Preis.

Das Einstellen dieser beiden Eckdaten erfolgt durch die jeweilige Policy, die der Nutzer erzeugt. Ein einzelner Virtual-SAN-Datenspeicher kann verschiedene Service Levels bereitstellen, die auf individuellen VM-orientierten Policies basieren. Ist die Policy erzeugt, geht laut Breneis alles ganz einfach: „Der Datastore Cluster wird anhand dieser Policies die richtigen Objekte generieren und für die Virtuellen Maschinen aufbereiten. Dafür muss der Admin gar nichts tun. Er muss nicht mehr irgendwelche LUNs definieren und ihre Verfügbarkeit in einem RAID-System festlegen oder angeben, dass für alle Laufwerke ein gleich hoher I/O gilt, damit jeder gleichmäßig bedient werden kann. Diese Handarbeit fällt komplett weg.“

Integration von Drittanbieterdiensten

In der ersten Version sind die Data Services Mobility, Performance und Data Protection komplett in die vSphere-Infrastruktur integriert. Über eine Programmierschnittstelle lassen sich laut Breneis Drittanbieterdienste integrieren, so etwa Backup oder Deduplizierung. Kunden können vSAN über VMware Virtual SAN Ready Nodes (vorab validierte Serverkonfigurationen) oder über zertifizierte Komponenten aus der Hardware Compatibility List einsetzen. Aber Kunden können auch ihre eigenen vSAN-Hosts bauen. Mehr als 150 Komponenten und 13 Ready Nodes sind für VMware Virtual SAN zertifiziert.

„In Zukunft wird das ganze Thema Software-defined Storage in Richtung SAN/NAS-Storage erweitert werden. Ein Teil davon ist die vSAN-Lösung“, erklärt Breneis. „Dort werden wir dann noch weitere Storage- Services-Funktionalitäten anbieten, um das Bestehende näher an die VM heranzubringen und es applikationszentrischer bereitzustellen – oder um Object-based Storage hinzuzufügen.“

Weitere Informationen zu vSAN stellt VMware online zur Verfügung.

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