Cohesity FortKnox Daten im Hochsicherheitstrakt

Von Michael Matzer

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Cohesity FortKnox, eine SaaS-Lösung zur Datenisolierung und -wiederherstellung, ist ab sofort verfügbar. FortKnox erweitert das bestehende DMaaS-Portfolio von Cohesity damit um Angebote, die auf AWS laufen. Wolfgang Huber, der DACH-Geschäftsführer, gibt einen tieferen Einblick.

Für „Datengold“ gibt es nun einen virtuellen Hochsicherheitstrakt: Cohesity FortKnox, eine SaaS-Lösung zur Datenisolierung und -wiederherstellung.
Für „Datengold“ gibt es nun einen virtuellen Hochsicherheitstrakt: Cohesity FortKnox, eine SaaS-Lösung zur Datenisolierung und -wiederherstellung.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

FortKnox erweitert das Portfolio von Data-Management-as-a-Service-Angeboten (DMaaS) von Cohesity“, erläutert Wolfgang Huber, DACH-Geschäftsführer bei Cohesity. „Diese Dienste wurden entwickelt, um Unternehmen und mittelständischen Kunden einen radikal einfachen Weg zu bieten, ihre Daten zu sichern, zu verwalten und zu analysieren. Cohesity kümmert sich um die Verwaltung der zugrunde liegenden Infrastruktur, während der Service auf Amazon Web Services (AWS) gehostet wird.“

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Neben FortKnox sei bereits der „Cohesity DataProtect as a Service“ gelaunched worden. „Mit diesem Backup-as-a-Service (BaaS) können Kunden ihre Daten vor Ort oder in Cloud-Umgebungen sichern.“ Wie die On-Premises-Lösung von Cohesity unterstütze die BaaS-Variante eine Reihe von Cloud-Workloads, darunter Microsoft-365-SaaS-Anwendungen, Amazon-EC2-Instanzen und Recheninfrastruktur, Amazon RDS und lokale Datenquellen wie VMs, NAS und Datenbanken. „Wie bei den On-Premises-Lösungen von Cohesity können DMaaS-Angebote einfach über eine Benutzeroberfläche über die Cohesity-Helios-Multicloud-Plattform verwaltet werden.“ Huber stellte in Aussicht, dass „weitere DMaaS-Angebote folgen“ würden.

Funktionsweise

Auf die Frage, welche Funktionen denn dazu beitragen würden, in „FortKnox“ maximale Sicherheit zu gewährleisten, antwortet der für die DACH-Region verantwortliche Manager: „Mehrere wichtige Funktionen greifen ineinander, um die Daten zu schützen. Zum einen sind die Daten an einem anderen physischen Ort, in dem Fall einer anderen AWS-Region, auf einem WORM-Speicher (Write once, read many) abgelegt und mit Hilfe eines Virtual Air Gap vom Rest des Netzes abgetrennt. Explizit autorisierte User dürfen nur zu bestimmten Zeiten auf den Datentresor in der Cloud zugreifen. Ein temporärer Token regelt, wann genau der Vault per Netz erreichbar ist. Die Zugriffe sind per Richtlinie klar definiert und per Multifaktor-Authentifizierung (MFA) gesichert.“

Außerdem lasse sich die Wiederherstellung der Daten per Quorum regeln, also müssten zwei autorisierte User dem Vorgang zustimmen, damit er ausgelöst werde. „Da sich die Daten im WORM-Bucket befinden, können sie bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist nicht geändert oder gelöscht werden.“ FortKnox nutze aktuell den „Governance Mode“ in AWS S3 Object Lock und werde auf Kundenanfrage künftig auch den „Compliance Mode“ unterstützen. Das ist eine kleine, aber wichtige Erweiterung von S3 Object Lock.

Hinzukomme eine KI-basierte Anomalie-Erkennung über die Helios-Plattform, die bei der Identifizierung potenzieller Anzeichen aufkommender Ransomware-Angriffe helfe, sodass Administratoren die notwendigen Maßnahmen ergreifen könnten, um die Verbreitung und die Auswirkungen zu minimieren.

Zielgruppen und Anwendungsfälle

„Diese Dienste wurden für alle Mittelstandskunden und Unternehmen entwickelt, die ihre Daten radikal einfach sichern, verwalten und analysieren wollen“, erläutert Huber. „Als wichtigster Use-Case wäre der Schutz der Daten vor Ransomware zu nennen.“ Sollte es Hackern gelungen sein, ins Firmennetz einzubrechen, könnten die Verantwortlichen die Daten aus dem Vault von FortKnox zurückholen und wiederherstellen.

FortKnox helfe ihnen aber auch, Compliance-Vorgaben zur Einhaltung von Datenschutz- und Branchenvorschriften besser einzuhalten, etwa in der DSGVO. Die DSGVO schreibt im Artikel 32, Abschnitt 1.C „Sicherheit der Verarbeitung“ vor, dass die IT-Teams personenbezogene Daten nach einem physischen oder technischen Vorfalls rechtzeitig wiederherstellen müssen, unter anderem, um ihrer Auskunftsplicht nachgehen zu können. „Immerhin gilt ja, dass ein Bürger spätestens nach 30 Kalendertagen erfahren muss, welche Daten eine Organisation über ihn gespeichert hat“, weist Huber hin. „Sind diese Daten nicht mehr verfügbar, könnte dies als Verstoß gegen die Datenschutzverordnung interpretiert werden.“ Und das kann eine Strafe nach sich ziehen.

Integration mit anderen Cohesity-Services

„Alle Cohesity-Dienste, ob On-Premises oder die DMaaS-Angebote, werden über die gleiche Helios-Konsole bedient“, erläutert Huber. „Der Zugriff auf die jeweiligen Ressourcen ist allerdings mehrfach gesichert über Zugriffsrechte, Multifaktor-Authentisierung, Quorum-Abfragen und im Fall von FortKnox noch über kurzlebige Verbindungs-Token.

Cohesity FortKnox vervollständige die „Threat-Defense-Datensicherheitsarchitektur“ von Cohesity. Diese Multi-Layer-Architektur wird kontinuierlich weiterentwickelt. Cohesity FortKnox werde von Pegasus 6.8 unterstützt, dem neuesten Release der Cohesity-Plattform-Software.

Anwenderunternehmen

„Das französische Unternehmen BRGM setzt FortKnox bereits ein“, berichtet Huber. Olivier Pouvesle, der CTO bei BRGM, sagte hierzu: „Da Cyberangriffe immer häufiger und zerstörerischer werden, fügt Cohesity FortKnox unseren kritischsten Daten eine neue Schutzebene hinzu.“

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