Everpure hat die Version 3.0.0 seiner Backup-Lösung für Kubernetes vorgestellt. Die Software richtet sich vor allem an Managed-Service-Provider (MSP), die Kubernetes-Plattformen betreiben, während Workloads, Cloud-Ressourcen und Zugangsdaten im Besitz der jeweiligen Kunden bleiben.
Everpure hat die Datensicherungslösung Portworx Backup 3.0.0 speziell für Service-Provider entwickelt.
(Bild: Everpure)
Mit Portworx Backup 3.0.0 möchte Everpure die Datensicherung in mandantenfähigen Umgebungen mit heterogenen Cloud-Set-ups vereinfachen und Sicherheitsrisiken reduzieren. Im Mittelpunkt der aktuellen Version steht ein föderierter Betriebsmodus, der zentrale Steuerung mit dezentraler Ausführung kombiniert. Dabei sollen insbesondere der Umgang mit Zugangsdaten sowie die Verwaltung großer Cluster-Flotten verbessert werden.
Föderierter Ansatz ohne zentrale Zugangsdaten
Klassische Backup-Lösungen setzen häufig auf zentrale Architekturen, die für einzelne Organisationen konzipiert sind. In MSP-Szenarien kann dies zu erhöhtem Aufwand bei der Verwaltung von Mandanten, Rollen und Zugangsdaten führen.
Portworx Backup 3.0.0 verfolgt hier einen anderen Ansatz: Eine zentrale Control-Plane übernimmt Richtlinienverwaltung, Zeitplanung und Monitoring, während die eigentliche Ausführung der Backup-Prozesse auf den jeweiligen Mandanten-Clustern erfolgt. Cloud-Zugangsdaten werden laut Anbieter nicht zentral gespeichert. Stattdessen authentifizieren sich die Cluster direkt gegenüber dem jeweiligen Backup-Ziel über sogenannte Workload Identities.
Zum Start wird Azure Workload Identity unterstützt; Integrationen für AWS (IRSA) und Google Cloud sind angekündigt. Durch den Verzicht auf zentral gespeicherte Zugangsdaten soll sich der Compliance-Aufwand für Provider reduzieren.
Dezentrale Ausführung und Mandantenisolation
Backup-Operationen wie Synchronisierung, Validierung oder Löschvorgänge werden innerhalb des jeweiligen Kubernetes-Clusters ausgeführt. Zum Einsatz kommt dabei die Portworx-Komponente Stork, die die Prozesse lokal steuert.
Dieser Ansatz ermöglicht laut Anbieter eine klare Trennung der Mandantenumgebungen. Sicherheitsvorfälle oder Fehlkonfigurationen sollen sich so auf einzelne Kundenumgebungen begrenzen lassen. Gleichzeitig könne die parallele Ausführung über viele Cluster hinweg die Skalierung großer Umgebungen erleichtern.
Kontinuierliche Zustandsprüfung über Cluster hinweg
Ein weiteres Element ist die kontinuierliche Validierung von Cluster-Erreichbarkeit und Backup-Zielen innerhalb des föderierten Verbunds. Die zentrale Instanz soll einen konsistenten Überblick über den Status aller angebundenen Umgebungen liefern, auch wenn einzelne Cluster vorübergehend nicht erreichbar sind.
Dies soll verhindern, dass einzelne Ausfälle die Gesamtüberwachung beeinträchtigen, und eine durchgängige Sicht auf verteilte Infrastrukturen ermöglichen.
Integration mit Gardener Kubernetes
Als erste Plattform unterstützt Portworx Backup 3.0.0 das Open-Source-Projekt Gardener, das häufig für den Betrieb großer Kubernetes-Landschaften genutzt wird. Die Lösung integriert sich nativ in Gardener-Umgebungen und erkennt sogenannte Shoot-Cluster automatisiert über die API.
Nach Angaben des Anbieters lassen sich damit auch große Clusterzahlen ohne manuelle Konfiguration onboarden. Kurzlebige Zugriffskonfigurationen (Kubeconfigs) werden automatisiert erstellt und rotiert, um langfristige Zugangsdaten zu vermeiden.
Telemetrie und Support-Anbindung
Neu ist zudem ein optionaler Telemetriekanal über die Plattform Pure1. Nach Aktivierung durch den Kunden werden Betriebsdaten und Logs übertragen, um Monitoring und Support zu unterstützen. Die Nutzung erfolgt auf Opt-in-Basis; Umfang und Aufbewahrung richten sich laut Anbieter nach den veröffentlichten Richtlinien.
Durch die Verknüpfung von Cluster-Informationen mit Kundendaten soll der Support im Fehlerfall schneller Kontextinformationen erhalten, ohne dass Logs manuell bereitgestellt werden müssen.
Verfügbarkeit
Portworx Backup 3.0.0 ist ab sofort allgemein verfügbar. Voraussetzung ist die ebenfalls bereitgestellte Version Stork 26.3.0 sowie die Integration in Portworx Enterprise.
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